Du hast also eine tolle Idee, auch schon ein Produkt gebaut und bist jetzt bereit um deine ersten 500 User drauf loszulassen?
Bist du dir sicher, dass du die wichtigsten Steps davor beachtest hast? Gibt es überhaupt einen Markt für deine Idee? Schau doch erstmal hier vorbei „So gehst du deine Startup Idee richtig an “ und stell sicher, dass du nicht am Ziel vorbei arbeitest. Validiere deine Idee mit einfachen Methoden und stelle so sicher, dass deine ganze Arbeit am Ende nicht für die Katz war. 

Du solltest Dir, bevor du die ersten User in deine App holst, Gedanken darüber machen was Du mit diesen Usern erreichen willst. Mein Tipp: Bau eine Möglichkeit für User ein, dir direktes Feedback zu geben. Denn darum wird es am Anfang für dich gehen. Deinen Prototyp von deinen Usern testen lassen, Feedback zu erhalten, deine Idee anhand des Feedbacks weiterzuentwickeln und dann wieder von deinen Usern testen zu lassen. Schau dir hierfür Upvoty an. Upvoty ist eine kostenlose Feedback-Plattform, die du supereinfach in deine Lösung integrieren kannst. Gebe darüber hinaus die Möglichkeit in einem Freitextfeld direktes Feedback an dich zu senden.

WARUM FEEDBACK? ICH WEIß WAS MEINE USER BRAUCHEN!

WRONG! THE RIGHT ANSWER IS: BUILD – MEASURE – LEARN.

Wenn dir das nichts sagt, solltest du dein Vorhaben die ersten User auf deinePlattform zu holen, erst nochmal überdenken. Denn vorher solltest du die Lean Startup Prinzipien verstehen und verinnerlichen. Dir bringen 10.000 User nichts, wenn du nicht weißt, was du damit anfangen sollst und wie Du von dort aus weitermachst. Ich empfehle dir daher den Startup Klassiker (zu Recht ein Klassiker) „Lean Startup“ von Eric Ries.

JETZT BIST DU READY FÜR DEINE ERSTEN 500 USER!

Du bist also bereit es wirklich zu wagen. Du willst es wirklich wissen und deine Arbeit aus den letzten Wochen auf die Probe zu stellen. Du willst User.

ECHTE USER!

Okay, okay... unser Growth-Hack werden Facebook-Gruppen sein.
Ein Growth-Hack mit dem du sogar gleichzeitig überprüfst, ob es für dein Problem was du versuchst zu lösen, einen Markt gibt. Gibt es Menschen, die wirklich das Problem haben was du versuchst zu lösen. Würden Sie deinen Lösungsansatz mal ausprobieren?
Wie genau der Growth-Hack funktioniert, schauen wir uns anhand des Beispiels von Enter an.

WAS IST ENTER?

Enter ist eine App bei der du Menschen aus deiner Nähe auswählen kannst, mit denen du in eine Gruppe willst. Alle User, die sich gegenseitig ausgewählt haben, kommen dann in eine Gruppe, können chatten und Treffen planen. That’s it! Erfahre hier mehr über Enter.

Okay, aber wie finde ich jetzt z. B. die ersten 500 User für Enter?

WER IST MEINE ZIELGRUPPE

lautet die erste Frage die du dir stellen solltest, wenn du den Growth-Hack erfolgreich anwenden willst. Um die Zielgruppe gut definieren zu können, ist es wichtig, dass du dir klar darüber bist, welches Problem oder was für einen Mehrwert du lieferst.

Im Fall von Enter, könnten es Leute sein, die neu in eine Stadt gezogen sind. Denn die suchen meistens neue soziale Kontakte, weil Sie noch niemanden kennen. Das ist Enters erste Zielgruppe, wer ist deine erste Zielgruppe?

Wenn du deine Zielgruppe identifiziert hast, möchtest Du sie gebündelt an einem Ort haben, um sie gezielt ansprechen zu können. Die Lösung: Facebook Gruppen!
Im Fall von Enter suchen wir also eine Facebook Gruppe von Leuten die neu in einer Stadt sind. Und Viola, nach kurzer Suche erscheint die Facebook Gruppe „Neu in Köln“ mit rund 32.000 potenziellen Usern. Und das nur in einer Stadt! Und die kann ich jetzt alle mit nur einem Post erreichen!

Aber HALT! Bevor du jetzt sofort den Link zu deiner App in eine Gruppe postet, kommt jetzt die Formel, mit der dein Growth-Hack garantiert funktionieren wird...vorausgesetzt dein Produkt löst ein konkretes Problem deiner Zielgruppe. Die Formel lautet:

BESCHREIBE DAS PROBLEM DEINER ZIELGRUPPE UND DEINEN LÖSUNGSANSATZ FÜR DIESES PROBLEM – NICHT DAS PRODUKT!

Schauen wir uns das Ganze mal am Beispiel von Enter an. Die folgende Graphik, zeigt den Post in der „Neu in Köln“-Gruppe, mit dem die ersten 700 User für Enter gewonnen werden konnten.

Wie du siehst wurde zuerst das Problem der User angesprochen und kein Wort über Produkt oder die konkrete Lösung verloren. Danach wird das Konzept der Lösung kurz angerissen, um die Leute neugierig auf die Lösung zu machen. Innerhalb von 2 Monaten erreichte der Post fast 1.400 Kommentare und damit fast 1.400 potenzielle Nutzer.

KONVERTIERE DIE FACEBOOK USER

indem du, jeden Facebook-User der kommentiert hat, persönlich eine private Nachricht bei Facebook schreibst. Bringe ihnen in der Nachricht deine Lösung etwas näher und leite Sie mit einem Link zu deiner Lösung weiter. Dieses Vorgehen hat hauptsächlich 2 Gründe:

1. Du baust einen persönlichen Draht zu deinen Usern auf, indem du Sie mit deinem Facebook-Account anschreibst. Sie sehen, wer hinter deiner Lösung steckt. Ein normaler Mensch, der helfen will ein Problem zu lösen und keine Unternehmen das versucht sofort Geld mit dir zu verdienen. Dies wird auch später für die Kommunikation bezüglich des Feedbacks von Vorteil sein.

2. Häufig sehen die Admins eine Gruppe Werbung für eine konkrete Apps o.ä. sehr ungern. Dein Post würde mit hoher Wahrscheinlichkeit gelöscht werden.

WENN DEIN POST AN TRACTION VERLIERT

kannst du Abhilfe schaffen, indem du 3 bis 4 Freunde anhaust, damit Sie deinen Post kommentieren. So wird dein Post aufgrund von höherer Aktivität wieder weiter oben in der Gruppe angezeigt. Dadurch sehen ihn mehr Gruppenmitglieder und können mitmachen. Diese Methode kannst Du 1 bis 2 mal nutzen. Wenn der Post dann immer noch keine Aufmerksamkeit erzeugt, ist das eher ein Zeichen dafür, dass dein Problem, dass du versuchst zu lösen oder dein Konzept zur Lösung nicht relevant genug ist für deine ausgewählte Zielgruppe.
Versuche das Ganze dann mit einer anderen Zielgruppe oder überarbeite dein Lösungskonzept.

OHNE MARKETINGBUDGET

kannst du so hunderte User schnell und kostenlos gewinnen und deine Idee testen.

Wie viele Leute melden sich auf deinen Post?
Wie viele von den Leuten, die du anschreibst gehen wirklich auf deine Lösung?
Wie viele der Leute nutzen Sie dann auch wirklich und das über einen längeren Zeitraum?

Die Antworten auf diese Fragen sind Indikatoren für

1. den Markt den du versuchst anzusprechen,
2. den Need der User das Problem zu lösen und
3. den Erfolg deiner Lösung das Problem zu lösen.

Nutze das Potential dieses Growth-Hacks, um so nicht nur User zu generieren, sondern deine Idee auf Herz und Nieren zu überprüfen.


Wenn du Hilfe brauchst kannst du dich immer gerne unter raphael.langer@incudy.de melden. Ich helfe dir KOSTENLOS. Ansonsten... VIEL ERFOLG!